AnimagiC 2014 – Ein Bericht


Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal auf der AnimagiC herum getrieben. Wie es sich gehört, gibt es dazu natürlich auch wieder einen kleinen Bericht.

Freitag

Da ich dieses Jahr meinen kompletten Urlaub schon verplant habe und das mit der AnimagiC alles recht spontan verlief, musste ich am Freitag noch arbeiten. Dank einem ausreichenden Puffer an Überstunden konnte ich aber ein bisschen früher Feierabend machen und mir als Puffer noch den ganzen Montag frei nehmen. Dadurch wollte ich mir eine entspannte Rückreise sichern.

Gegen Mittag machte ich mich dann auch auf den Weg Richtung Bonn. Laut Navi sollte ich 15:30 etwa ankommen. Da es aber doch gerne mal einen Stau auf der Autobahn gibt, habe ich mich vorsichtshalber erst für 16 Uhr angekündigt. Der Puffer sollte leider ganz und gar nicht reichen. Da lange Autobahnfahrten ja recht langweilig sind, habe ich anscheinend hier ein eigenes Spiel für mich entwickelt. Es ist in etwa so ähnlich wie „Schiffe versenken“. Allerdings ist das Spielfeld das Netz der deutschen Autobahnen und man muss Staus finden anstatt Schiffe. Leider bin ich, je näher ich Bonn kam, immer besser in diesem Spiel geworden. Wie geplant kam ich dann auch nach 17 Uhr irgendwann in Bonn an und habe noch schnell versucht, master117 und Kajiri zu überfahren. Das hat nicht so ganz geklappt und auf der Suche nach einem Parkplatz hatte ich dann auch zwei neue Autobesetzer.

Nach erfolgloser Suche nach einem Parkplatz, bei dem ich nicht einen Parkautomaten mit meinen geliebten Euros füttern muss, fiel die Wahl dann doch auf ein Parkhaus. Nach einem kurzen Fußweg zum AnimagiC Gelände konnte ich dann auch meine Karte abholen und zum ersten mal ein bisschen über den Händlerbereich streifen. Hier konnte ich meine Finger natürlich auch nicht bei mir lassen und erleichterte Figuya direkt um zwei Tohsaka Rin Nendoroid Petits. Bei einem anderen Stand begann noch die verzweifelte Suche nach einer Hoshii Miki, welche sich aber leider doch zu gut vor mir versteckte. All dies geschah zu den angenehmen Hintergrundgeräuschen von Kajiri, welche mir alle möglichen Manga aufzählte, die ich ihr doch kaufen könnte, damit sie davon ein Quickread machen kann.

Nach dem ersten erfolgreichen Shopping schlenderten wir noch ein bisschen dort umher. Irgendwann wurde es aber auch Zeit, weiter zu ziehen. Es ging nach Aachen zu master117s/Kajiris (kurz: Majiris) Wohnung. Hier sollten wir für das Wochenende einen Schlafplatz und Schutz vor Sonnenlicht finden. Zuvor musste aber noch das Auto aus dem Parkhaus befreit werden. Positiv überrascht musste ich hier feststellen, dass der Automat bei der Ausfahrt defekt ist und die Schranke die ganze Zeit oben ist. Negativerweise hatte ich diese Feststellung nachdem ich meinen Parkschein bezahlt hatte…

Die relativ kurze Fahrt nach Aachen war recht angenehm und bei Majiris Wohnung angekommen erwarteten uns dort weitere Teilnehmer des Wochenendes: ACB war bereits zu der Wohnung geschlurft, um dort n0ir und Sarana in Empfang zu nehmen, die kurz vor uns in Aachen angekommen sind. Nachdem wir einfach unsere Autos da irgendwo abgestellt hatten, wurde das Zeug in Majiris Wohnung geschleppt und kurz darauf stand auch schon das Abendprogramm an: Lecker japanisch Essen gehen, natürlich mit anschließendem Abstecher zum nahen Eiscafé des Vertrauens.

Wieder in Majiris Wohnung angekommen wurde sich kurz eingerichtet und dann auch schon der Kunstabend gestartet. Zuvor konnte ich die Zeit aber nutzen, mich endlich ein bisschen näher mit Lisel zu beschäftigen. Wie bereits letztens im TeamSpeak wurde wieder diverses gezeichnet und geraten, nur dieses mal live und in Farbe auf einem Whiteboard. Dazu gab es dann ein bisschen Cider und Milchschnitte. Weitergeführt wurde der Abend noch mit Mario Kart 8 und natürlich Super Smash Bros. Brawl.

Hier gab es dann auch direkt das erste Highlight: Beflügelt von seinen Leistungen in Mario Kart wollte ACB auch Super Smash. Bros mit dem Wii Lenkrad spielen. Dies allerdings mit eher schlechtem Erfolg. Bis zum letzten Spiel. Die Stunde von ACB hat geschlagen: Außer ihm nur noch master117 mit 2 Leben und kaum Prozent im Rennen. ACB selber hat nur noch ein Leben und bereits über 100%. Dann kam es zu der Schlacht, die ich wohl ewig nicht vergessen werde. Wild lenkend gab ACB alles, und aufgrund eines Fehlers seitens masters ging hier ein Leben ganz leicht verloren. Auch das letzte Leben sollte nicht lange bei master bleiben. Nicht genau wissend, was er da eigentlich macht, schubste ACB master von der Plattform und zerstörte dann auch noch gerade rechtzeitig die untere Haltemöglichkeit. master117 blieb hier nichts anderes übrig, als in den Tod zu stürzen und nun auf Ewigkeit derjenige zu sein, der in Super Smash Bros. Brawl mit dem Wii Wheel besiegt worden ist. Ein Applaus und kreischen ging durch die Menge der Menschen, sodass auch die Nachbarn direkt über seine Schande Bescheid wussten.

Da wir am nächsten Morgen aber früh los wollten, um das Panel von Hideo Baba zu sehen, wurde es irgendwann auch Zeit, den Tag zu beenden. Dieses letzte Brawl Match war ein würdiger Abschluss für den Abend und ACB zog sich dann auch wieder in seine eigene Wohnung zurück.

Samstag

Der Samstagmorgen begann mit einem ordentlichen Frühstück und Milchschnitte. Danach haben sich Kajiri und Sarana in ihre Tales of Cosplays geworfen (Elize und Milla). Danach quetschten wir uns alle in ein Auto. Es ging wieder los Richtung Bonn und AnimagiC, nun allerdings ohne ACB, welcher erst wieder am Abend zu uns stoßen sollte.

Nach der reibungslosen Fahrt kamen wir wieder in den Genuss des „Gratis“-Prakhauses und konnten uns nach dem Aussteigen erst einmal wieder entfalten. n0ir und Sarana wollten sich nun erst einmal noch Tickets für die AnimagiC holen, erlebten hier aber eine böse Überraschung: Normale Tickets gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch das Conpaket für 77 Euro, den Erstgeborenen und die eigene Seele. Da der Preis doch ein bisschen heftig ist, wenn man nur zu einem Panel möchte, wurde es hier dann nur ein Gartenticket. Das bisschen Schauen hinter der Absperrung lässt die AnimagiC sich aber gut bezahlen. Nun nur noch zu dritt unterwegs, begaben wir uns zum Panel von Hideo Baba.

Auf dem Tales of Panel gab es ein paar interessante Videos zu sehen und natürlich Hideo Baba persönlich. Nach einer kurzen Einführung gab es ein paar Infos zu Tales of Xillia 2 und anschließend was zu Tales of Hearts R. Abgerundet wurde der Teil des Panels mit einen kleinen Einblick in Tales of Zestiria. Anschließend gab es noch eine Q&A Runde mit Hideo Baba. Hier hatte es aber jemand nicht so mit der Rücksicht auf andere und meinte, seinen kompletten Wer wird Millionär Fragenkatalog ausrollen zu müssen. Die Fragen, die der Typ gestellt hat, waren dann noch nicht einmal interessant. Gefolgt wurde sein ausschweifendes Gebrabbel von dem Hinweis, dass man doch bitte nur eine Frage stellen sollte. Daran hat sich der nächste mit seinen drei Fragen zum Glück direkt gehalten. Dank den beiden Labertanten wurde die Zeit zu knapp und die letzten Leute, unter anderem auch Kajiri, durften ihre Frage nicht mehr stellen.

Am Ende des Panels hatte Hideo Baba noch ein paar Geschenke zu verteilen. Dafür musste jeweils der ganze Raum gegen ihn Schere-Stein-Papier spielen. Leider hat keiner von uns es einmal geschafft, am Ende noch zu stehen. Insgesamt war das Panel doch sehr interessant. Hideo Baba ist sehr, sehr sympathisch und die Übersetzerin hat auch gute Arbeit geleistet.

Nach dem Panel haben wir uns mit n0ir und Sarana getroffen und sind dort ein bisschen umher gewandert und haben uns die Cosplays angeschaut. Irgendwie konnte ich mich nicht richtig aufraffen, da zu fotografieren, und auch Kajiri meinte zu mir, dass es in den letzten Jahren stetig abgenommen hat, was die interessanten Cosplays angeht. Hier und dort fielen auch ein paar Tropfen Regen. Dies war allerdings nichts, was sich nicht mit einem Eis in der Hand aushalten lies.

Am Nachmittag stand noch die Signierstunde von Hideo Baba an. n0ir und Sarana mussten leider im Garten bleiben, während Majiri sich bei der Signierschlange anstellten. Ich nuzte die Chance, noch ein bisschen zu Shoppen und eine Sumione Riko zu ergattern, bevor ich mich ebenfalls zu Majiri in die Schlange begeben habe. Nach ein bisschen warten waren wir alle drei dann auch ein Poster mit Unterschrift reicher. Im Fall von Kajiri war auch noch ein Foto mit drin.

Als wir dann wieder raus kamen, machten n0ir und Sarana auch einen recht zufriedenen Eindruck. Hier stellte sich dann heraus, dass sie Hideo Baba bereits im Garten begegnet sind und ein Foto eingeheimst haben, während wir drinnen ordentlich geschwitzt haben. Manchmal hat man einfach Glück. Wirklich lange sind wir dann aber auch nicht mehr auf dem Gelände geblieben und haben dann den Rückweg nach Aachen angetreten.

Wieder in Majiris Höhle angekommen musste auch erst einmal Nahrung für den Abend organisiert werden. Also wurde Pizza bestellt und ACB Bescheid gesagt, dass er auf dem Weg zu uns bitte noch ein, zwei Sachen einkaufen soll. Während wir auf die Pizza gewartet haben, musste natürlich auch wieder etwas gespielt werden. Kaum hatte ich mich versehen, hatte ich einen Controller in der Hand und wurde vor Octodad gesetzt. Zusammen mit ACB und master/n0ir (jeweils im Wechsel) spielten wir Octodad, wobei jeder ein anderes Körperteil kontrolliert hat. Natürlich wechselte das Körperteil immer wieder.

Ich muss sagen, ich kann Octodad echt nur jedem empfehlen. Vor allem wenn man es mit mehreren spielt entfaltet es sein komplettes Potential. Wir haben beim Spielen auf jeden Fall sehr viel gelacht und Kajiri ist allein beim zusehen fast vor Lachen gestorben und musste zur eigenen Sicherheit den Raum verlassen.

Später am Abend wurde auch noch die aktuelle Sword Art Online II Episode geschaut. Hier verabschiedeten sich n0ir und Sarana aber quasi auch schon ins Land der Träume. ACB und ich wollten danach auch noch Mahouka schauen. Da Majiri aber noch nicht so weit war mit den Episoden, haben wir die Episode halt zu zweit geschaut und uns köstlich darüber ausgelassen. Dann war der Abend aber auch schon wieder um und es wurde Zeit, sich mit Lisel auf die Couch zurück zu ziehen.

Sonntag

Der Plan, heute noch einmal zur AnimagiC zu fahren, wurde aufgrund von allgemeiner Unlust und Enttäuschung verworfen. Da n0ir und Sarana noch nie in den Niederlanden waren und die eigentlich nur einen Katzensprung entfernt sind, quetschten wir uns wieder in ein Auto und machten uns auf den Weg. Der Plan war es, zu Ikea dort zu fahren und zwei Regalbretter für Majiri zu kaufen und mir eine Lisel zu organisieren. Die Website von Ikea wurde zuvor natürlich konsultiert und eigentlich sollten wir doch alles bekommen.

Wie das aber nun einmal der Fall ist bei dem Wort „eigentlich“ hat das natürlich überhaupt nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die Regalbretter gab es nicht in der richtigen Größe und auch Lisel hatten sie nun gerade frisch aus dem Sortiment genommen. Effektiv haben wir den Tripp dann nur für ein Eis dorthin gemacht.

Wieder zurück in Aachen konnte ich mich dann auch erst einmal über ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer freuen. Jetzt wurde es auch Zeit, sich auf zwei Autos aufzuteilen, denn Sarana musste zum Zug. n0ir, Sarana und Kajiri machten sich auf den Weg zum Bahnhof, während ich mit master nach Köln aufgebrochen bin. Hier wollten wir noch eine Nacht verbringen, bevor wir alle unsere Heimreise antreten.

In Köln angekommen begann auch schon das Schmieden von Plänen. Nachdem ich die Ausstattung im Garten gesehen habe, war für mich eigentlich schon alles klar: Den Abend soll gegrillt werden. Alles nötige war im Haus vorhanden, dem Plan stand also nichts im Wege. Den Nachmittag galt es sich aber auch noch zu beschäftigen, weshalb master und ich uns auch auf den Weg zum Kölner Bahnhof gemacht haben. Hier wurde dann Sarana verabschiedet, kurz was bei McDoof zu Essen eingeworfen und ich musste noch meine Kölner Dom Jungfräulichkeit verlieren. Definitiv beeindruckend, persönlich bevorzuge ich aber den Russisch-Orthodoxen Baustil.

Wieder zurück in der Wohnung wurde ein Nonsense-Film (Mäusejagd) in den DVD Player geworfen und ein bisschen gezockt. n0ir bekam einen Crashkurs in Kerbal Space Programm. Leider hat er den Teil „Crash“ viel zu wörtlich genommen. Der Nachmittag siechte so dahin und langsam wurde es auch Zeit, das mit dem Grillen in Angriff zu nehmen.

Das mit dem Grillen wurde dann allerdings komplizierter als geplant. Leider hatten wir vergessen, das Fleisch aus der Gefriertruhe zu nehmen. Als das Fleisch und die Wurst dann endlich soweit waren mit dem Auftauen (von dem eigentlichen „Auftauprozess“ wollt ihr gar nix wissen) war leider der Grill schon wieder recht kalt. Also wieder ein paar neue Kohlen drauf, Essen drauf, sich kurz umdrehen und dann wundern, warum das Fleisch brennt. Auf jeden Fall war der Grill nicht mehr zu kalt.

Passend dazu wurde noch draußen Beamer und Laptop aufgebaut und ein bisschen AMV Hell 6.66 zum Essen geschaut. Nach der erfolgreichen Essensaufnahme wollten wir uns bequem um ein Feuer setzen und noch ein bisschen AMVs schauen. Hier machte uns allerdings innerhalb von ein paar Minuten das Wetter ein Strich durch die Rechnung. Nach einer sehr schnellen Zusammenpackaktion ging das AMV schauen dann drinnen weiter. Da Kajiri aber am Montag arbeiten musste, wurde auch nicht mehr so lange Schabernack getrieben.

Montag

Am Montag wurde nicht mehr wirklich viel gemacht. Nachdem wir noch zusammen gefrühstückt hatten, kam auch die allgemeine Aufbruchsstimmung auf. Kajiri musste zuerst los und wurde von n0ir zur Arbeit gebracht. master und ich haben noch kurz das Chaos vom Sonntag beseitigt und dann sollte es auch bei uns mit der Reise losgehen. Nachdem ich master eben Fix beim Bahnhof in Köln abgesetzt hatte, machte auch ich mich auf die Heimreise. Dieses mal ganz ohne Stau.

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