Visual Novel Review: eden*


eden

Vor einer Zeit schon hat MangaGamer die Visual Novel eden* von minori auf englischer Sprache auf Steam und ihrer eigenen Platform veröffentlicht. Ich habe eden* schon kurz nach dem englischen Release gelesen, bin bisher aber nicht dazu gekommen eine Review darüber zu schreiben. Nun ist es aber Zeit, dies nachzuholen.

Titel: eden*
Entwickler: minori
Genre:Sci-Fi, Drama
Länge: ~10h
Premiere: 18.09.2009 (japanisch), 30.01.2015 (englisch)

Story:
In the near future, an ominous red star suddenly appears in the sky. Its presence is about to bring about the extinction of all life on Earth. The unified government proposes an evacuation project to take all of mankind into space, but in order to make the seemingly impossible project a reality, ‚felixes‘ are brought into the world. Engineered to be highly intelligent with perpetual youth and longevity, the genetically modified superhuman felixes stand as humanity’s only hope for survival.

Sion, the most gifted of the felixes, has been kept in a research facility built on a solitary island for the past hundred years. Her sole purpose, saving all of humanity. Ryou Haruna, a soldier from the Earth’s unified government is sent to watch over Sion, who desperately seeks freedom from the military that’s imprisoning her. Earth’s last love story is about to begin.

Handlung:

eden* spielt in einer Welt, in der die Menschen dem Untergang geweiht sind. Die einzige Chance ist, dem Planeten zu entkommen. Hierfür wurden genetisch manipulierte Menschen erschaffen, welche über erhöhte Intelligenz verfügen und genutzt werden um fortschrittliche Raumschiffe zu erschaffen um die Menschheit ins All zu retten. Hierbei verfolgen wir allerdings nicht den Entwicklungsprozess, sondern das Schicksal einer dieser genetisch veränderten Mädchen und von ihrem neu zugeordneten Leibwächter.

Das Setting hat mir recht gut gefallen und auch die Entwicklung der Geschichte ist gut gestaltet. Je weiter es sich allerdings entwickelt, desto mehr liegt der Fokus auf den Charakteren und nicht mehr so stark auf das nahende Ende der Menschheit. Dies hängt aber doch im Hintergrund über allem, was die Charaktere tun. Die ganze Zukunftsvision wirkt durchdacht und hat einen interessanten Ansatz.

Zum Ende hin hatte ich aber ein bisschen das Gefühl, als wenn der Fokus nun zwangsweise extrem auf Drama geschoben werden musste. Auch die Einführung eines weiteren Charakters hat für mich die Story nicht positiv voran gebracht. Zwar sorgt der Charakter dafür, dass es zu einer Entwicklung zwischen den beiden Hauptcharakteren kommt, aber dies wäre auch (angenehmer) ohne diesen möglich gewesen.

Zwischendurch gibt es ein paar Passagen in der Geschichte, in der manche Dinge zu lange und zu breit erklärt werden und dies sogar zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wiederholt wird. Gefühlt ziehen sich diese Stellen elendig in die Länge und bringt die Freude an der Handlung dort ein bisschen ins Stocken.

Da es sich bei eden* um eine Kinetic Novel handelt, gibt es in der Novel selber keine Entscheidungen zu treffen. Hier läuft alles linear ab. Dies ist allerdings nicht als Nachteil zu werten, sondern nur eine andere Darstellungsform.

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Illustrationen:

Die Illustrationen in eden* haben mir sehr gut gefallen. Hier gibt es nicht wie bei anderen Visual Novels Charaktersprites, sondern nur die CGs. Daher arbeitet eden* sehr großzügig mit diesen und liefert dem entsprechend für alle wichtigen Szenen auch passende CGs. Die Illustrationen sind schön gestaltet und auch die Charaktere sehen alle gut aus. Vor allem wenn die Landschaft dargestellt wird, hat mir dies gut gefallen.

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Charaktere:

Die Charaktere haben mir in eden* alle recht gut gefallen. Es gibt hier nun keinen Charakter, der mir irgendwie unangenehm aufgefallen ist. Auch wenn der Charakter, welcher zum Ende hin neu hinzu kommt, mich in der Story eher stört, so war er doch sympathisch. Letztendlich liegt der Fokus hier aber doch auf den beiden Hauptcharakteren. Hier gefällt mir zum einen das Charakterdesign und die Persönlichkeiten. Vor allem Sion hebt sich hier positiv hervor. Letztendlich ist aber vor allem die Entwicklung, die die beiden Charaktere durch machen das, was sie wirklich interessant macht.

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Sound:

Der Sound ist auch hier mal wieder so eine Sache. Die Musik passte gut zu den Szenen und hier wurde eigentlich alles richtig in Szene gesetzt. Allerdings ist bei der Musik nun nichts bei, was besonders hervor sticht und einem im Gedächtnis bleibt. Es ist gute Untermalung der Handlung, mehr allerdings auch nicht.

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Fazit:

Und zu Fazit, also die tl;dr Edition von dem, was bereits hier drüber steht. Mir persönlich hat eden* Spaß gemacht zu lesen. Es war eine gute Mischung aus Charakteren und Story mit ansehnlichen Illustrationen. Davon einmal abgesehen war es aber nun auch nichts, was einen überwältigt oder einem furchtbar lange im Gedächtnis bleibt. Das mit dem Review dazu hat auch einfach nur so lange gedauert, weil ich die Novel schlicht weg wieder vergessen habe. Solange wie man es liest unterhält es einen gut, trotz ein paar Passgen die sich einfach nur hinziehen. Sobald man allerdings mit eden* durch ist, verschwindet es doch wieder recht schnell aus dem Gedächtnis.

eden wertung

Artikel geschrieben und veröffentlicht von Sasumotu am Donnerstag, den 03.09.2015

Kategorien: eden* Reviews

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