Visual Novel Review: Ne no Kami – The Two Princess Knights of Kyoto Part 1


ne no kami

Zu den Dingen, die ich in meinem Urlaub verpasst habe, gehört unter anderem auch der Release von Ne no Kami. Von dem Titel hatten wir bereits im Vorfeld berichtet und auch ein Interview mit Fenrir Vier geführt. Da gehört es nun natürlich auch dazu, dass ich mal einen Blick auf die eigentliche Visual Novel werfe. Ne No Kami gibt es auf Steam für 9.99€, Denpasoft bietet einen 18+ Patch für Steam für $5, bzw. die komplette Visual Novel für $14,99 an. Für dieses Review wurde mir die All-Ages Version von Sekai Project zur Verfügung gestellt.

Titel: Ne no Kami – The Two Princess Knights of Kyoto Part 1
Entwickler: Kuro Irodoru Yomiji
Genre: Action, Yuri
Länge: ~7h
Premiere: 16. August 2015 (Japanisch), 26. Oktober 2016 (Englisch)

Story:
A strange earthquake in Kyoto’s northern district; televised broadcasts of “paganist” cultists behaving abnormally; and spotting of “oni”-like beings spreading across all of Japan. Over time, people’s interest shifted back to the day-by-day goings on in the news, and their idle chatter. Those events were no longer worth discussing. Up until now, Len has been living her life as a normal high school student. She suddenly reunites with Shinonome, her childhood friend from years ago, and is told– “Len. As of today, I’m going to have you abandon this town… and your life.” Since reuniting with Shinonome, Len is thrust onto the stage of “reality,” and the veil hiding the “truth” of this world is lifted. And — the girls’ lives are played with by the fate thrust upon them.

Handlung:

Die Handlung sieht erst einmal recht simpel aus: Die bösen Ayakashi versuchen ihren Gott zu befreien und dies gilt es natürlich zu verhinden. Als sich dann allerdings noch eine dritte Partei einmischt und Len es auch gelingt, sich vernünftig mit den Ayakashi zu unterhalten, verschwimmen für sie langsam die Grenzen zwischen Gut und Böse. Hinzu kommt auch noch eine sich entwickelnde Beziehung und natürlich die Steine, die Len dabei noch in den Weg geworfen werden.

In der Handlung gibt es immer mal wieder kleine Twists. Die meisten davon passen recht gut und leisten ihren Beitrag zur Handlung. Hier und dort sind manche Wendungen aber auch vorhersehbar. Aber gerade das Ende kann überzeugen. Dieses ist zwar recht offen gehalten, immerhin ist es ja auch Part 1, bildet aber doch einen Abschluss für diesen Abschnitt.

Die Story hat mich zumindest gut unterhalten und überzeugte schon damit, dass man sich hier nicht an jedem Klischee bedient hat, welches man finden konnte. Manchmal ist die Erzählweise zwar etwas sprunghaft, dies kommt aber nur relativ selten vor. Insgesamt ließt es sich recht flüssig und verliert auch nicht außerhalb der Actionpassagen an Spannung.

Entscheidungen hat man in Ne no Kami allerdings keine zu Treffen.

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Illustrationen:

Bei den Illustrationen muss ich leider ein paar Abzüge machen. Die Charakterillustrationen sind gut gelungen und auch das Design gefällt mir. Bei den Hintergrund-CGs wurde allerdings etwas geschludert. Hier hat man recht oft einfach nur Fotos, über die ein paar Filter rüber gelaufen sind. Klar, es funktioniert irgendwie, aber es ist nicht das, was man bei einer Visual Novel erwartet.

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Charaktere:

Bei den Charakteren kann ich noch einmal anbringen, was ich bereits bei der Story erwähnt habe: Hier wird ausgiebig darauf verzichtet, sich bei den üblichen Klischees zu bedienen. Letzendlich haben wir hier zwei Päarchen und nicht eine Tsundere dabei. Alle Charaktere verhalten sich schon fast normal und menschlich. Dies sorgt auch dafür, dass die Entwicklung zwischen den Charakteren viel besser dargestellt wird, als ich es sonst von anderen Novels gewohnt bin.

Len und Uzume haben mir sehr gut gefallen. Beide Charaktere passen wunderbar zusammen und hier entwickelt sich auch quasi alles so, wie es soll. Shino und Ruka sind zwar auch ganz nett, allerdings sieht man von der Beziehung zwischen den beiden doch recht wenig. Zum Ende wird das ganze zwar noch einmal angerissen und man bekommt einen kleinen Einblick, trotzdem hätte ich mir da aber noch ein bisschen mehr gewünscht.

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Sound:

Der Soundtrack ist passend und der Opening-Song hat mir gefallen. An sich spielt hier immer der passende Song zu den Szenen, wir aber auch recht schnell repetitiv. Viel Variation findet man hier leider nicht.

Fazit:

Ne no Kami hat letztendlich einen guten Eindruck auf mich hinterlassen. Zwar gibt es hier durchaus Dinge, die man verbessern könnte, wie zum Beispiel die bearbeiteten Fotos als Hintergrundbilder, dies tut aber dem eigentlich Lesespaß an der Handlung keinen Abbruch. Die Handlung ist interessant und die Charaktere sympathisch. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil.

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