Visual Novel Review: Kindred Spirits on the Roof


Auf zum zweiten Titel meiner Reviewliste. Kindred Spirits on the Roof ist schon eine ganze Zeit auf dem Markt, aber ich bin erst recht spät dazu gekommen, mich mal mit dem Titel zu beschäftigen. Vor über einem Jahr wurde der Titel von MangaGamer auf Englisch veröffentlicht und ist seitdem auf Steam und der Website von MangaGamer erhältlich.

Titel: Kindred Spirits on the Roof
Entwickler: Liar-soft
Genre: Yuri
Länge: 10-30h
Premiere: 08.02.2012 (Japanisch), 12.02.2016 (Englisch)

Story:
Kokonotsuboshi Girls‘ Academy of Commerce, a school built on the site of an old castle, nicknamed „Shirojo.“ One day, the timid Toomi Yuna, who had been living a quiet life at this school, suddenly met two ghosts on the roof during lunch:

Enoki Sachi, who died in an accident before the war, and Nagatani Megumi, who died of illness 30 years ago. The two „kindred spirits“ died with unrequited feelings in their hearts, met, and fell in love. They ardently wish to experience their „first time“ together before their eternal rest.

…But they don’t know how.

The two who are bound to the site of the school enlist Yuna to help them create more „yuri“ couples at the school so that they can glean some sexual insight from observing them, and to assist the girls struggling with their hidden feelings.

Handlung:

Man schlüpft hier in die Rolle von Yuna und macht die Bekannschaft von zwei Geistern. Die beiden sind leider gestorben, ohne dass sie ihre eigenen Liebe richtig ausleben konnten. Nun wollen die beiden anderen potenziellen Pärchen helfen und Yuna soll das Werkzeug dafür darstellen, da die beiden selbst keinen Einfluss auf die Welt haben können.

Die Handlung ist mal was Neues und auch interessant gestaltet. Gut gemacht ist, dass man hier nicht linear eine Storyline verfolgt und dann zur nächsten übergeht. Vieles findet parallel statt und man kann über einen Kalender auswählen, welches Event man als nächstes schauen möchte. Was die einzelnen Routen selbst angeht, empfinde ich diese als recht gemischt. Es gibt hier durchaus gute Routen, aber auch Handlungsstränge am anderen Ende des Spektrums. Zwar interagieren manche Handlungen auch wieder untereinander, trotzdem hätte man hier aber für meinen Geschmack auch ruhig mindestens eins der Pärchen weglassen können. Dafür hatte ich mir mehr Story zu anderen (Neben-)Charakteren gewünscht. Die Handlung in den einzelnen Routen selbst ist eher seicht gehalten und auch der Drama-Anteil ist geringer Natur. Gerade in Verbindung mit dem Kalender ließt sich doch alles eher wie Slice of Life mit Romance gepaart. Damit ist es also gut etwas für einen entspannenden Abend.

Illustrationen:

Die CGs haben mir gefallen, sind aber auch keine artistische Meisterleistung. Es gibt definitiv Visual Novels auf dem Markt, auch in dem Genre, die bei den Illustrationen deutlich mehr zu bieten haben. Trotzdem hat der der Stil der Zeichnungen doch gefallen und vor allem die Charaktersprites sind sympathisch gestaltet. Die Vielfalt bei den Posen ist nun nicht allzu groß, aber ausreichend.

Charaktere:

Genau wie bei den einzelnen Handlungssträngen, sind auch die Charaktere eine bunte Mischung aus gut, brauchbar und meh. Yuna als Protagonistin gefällt mir gut. Dies kann ich von den Geistern allerdings nicht behaupten. Vor allem Megumi mit ihrer manipulativen Art und ihren Drohungen ging mir ziemlich gegen den Strich. Insgesamt war für meinen Geschmack der Cast hier etwas zu groß und dadurch hatte ich auch das Gefühl, dass hier den Charakteren nicht die Tiefe gegeben wurde, die einige von ihnen verdient hatten. Vor allem Ano, obwohl sie nur ein Nebencharakter ist, hat mir ziemlich gut gefallen und ich hätte mir mehr zu ihr gewünscht. Dafür hätte man durchaus manche Pärchen weglassen können. Vor allem die Story rund um Youka war eigentlich ziemlich überflüssig.

Sound:

Den Soundtrack von Kindred Spirits on the Roof muss ich hier wirklich einmal positiv hervorheben. Die meisten Songs sind so richtig schöne „gute Laune Musik“ und verstärken hier nur noch den Eindruck des Slice of Life Settings. Vor allem der Song Shirojo hat es mir hier angetan.

Was die Synchronisierung angeht, so wurden hier echt nette Stimmen genommen. Auch wenn ich manche Charaktere zwar nicht mag, so haben mir aber doch immerhin die Stimmen bei allen Charakteren gefallen. Schade wiederum hier ist, dass nicht alle, sondern nur bestimmte Szenen synchronisiert worden sind. Zwar hebt dies natürlich die Wichtigkeit dieser Szenen hervor, aber eine vollständige Synchronisation wäre doch schöner gewesen.

Fazit:

Klar gab es bei Kindred Spirits on the Roof Elemente, die mir nicht gefallen haben. Allen voran der zu große Cast, dank dem leider die Charaktere nicht die Tiefe bekommen haben, die sie verdient hatten. Trotzdem hat mir die Visual Novel insgesamt doch recht gut gefallen. Yuna als Protagonistin ist sehr sympathisch und es macht Spaß, ihre Geschichte zu lesen. Allerdings ist nicht nur bei den Charakteren, auch bei der Handlung die Tiefe etwas zu kurz gekommen. Somit gibt es hier seichte Romantik mit mehr oder weniger liebenswerten Charakteren. Passend für einen ruhigen Abend.

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