Visual Novel Review: Lucy -The Eternity She Wished For-


Mit Tales of Berseria und Kindred Spirits on the Roof sind bereits zwei Titel von der Liste erledigt und es wird Zeit zum dritten Titel zu kommen. Werfen wir nun einen Blick auf Lucy -The Eternity She Wished For-, einer koreanischen Visual Novel. Mir war der Titel gänzlich unbekannt und ich hatte ihn damals recht zufällig auf KickStarter gefunden. Da es die Steam Version für ein Apfel und Ei gab, hatte ich das Projekt einfach mal unterstützt.

Titel: Lucy -The Eternity She Wished For-
Entwickler: M-Vizlab
Genre: Drama
Länge: 2~10 Stunden
Premiere: 26.02.2016

Story:
In the near future, androids have become the way of the norm. Emotionless husks of metal have become a part of human society, much to the dismay of the boy. The robot he found at the dump site though, this one was different. It laughed, it cried, it smiled, it has dreams, just like a human…

Handlung:

Die Handlung ist von der Idee her nun nichts neues: Mensch trifft Android. Man sagt ihm, er soll ihn nicht zu sehr als menschliches Wesen ansehen und sich an ihn binden. Natürlich tut er genau dies. Nun füge man dem Setting noch einen zornigen Vater hinzu, der mit der ganzen Technologie nichts anfangen kann und findet, dass Androiden/Roboter die Mexikaner der Neuzeit sind und allen den Job klauen. Zwischendurch gibt es immer mal kleine Zeitsprünge, in denen man was von der Entwicklung von Lucy erfährt.

Sowohl die Story, als auch das Setting ist nun nichts, was man nicht schon so ähnlich irgendwo mal gesehen hat. Dafür ist hier allerdings das Gesamtpaket stimmig und es ist hier auch gar nicht nötig, dass das Rad neu erfunden wird. Zum Ende hin gibt es dann aber auch noch einen netten Twist und macht die ganze Visual Novel zu einer runden Sache.

Illustrationen:

Die Artworks sind ok, aber nicht berauschend. Lucy wurde gut gestaltet, mit allen anderen Charakterdesigns konnte ich aber nicht wirklich was anfangen. Der Zeichenstil bzw. die Art der Darstellung der Charaktere hat mir hier nicht so zugesagt. Vor allem der Vater hat hier schon ein sehr unsympathisches Äußeres. Was die Menge der CGs angeht, so wurde an allen wirklich wichtigen Punkten CGs verwendet. Hier und da hätte ich mir aber noch eine Illustration mehr gewünscht.

Charaktere:

Die Charaktere waren für mich auch eher durchwachsen. Die Haltung des Protagonisten war für mich nicht immer ganz nachvollziehbar und auch seine Wandlung passierte mir etwas zu plötzlich. Lucy hingegen war gut gestaltet und in ihr wurde gut der Konflikt zwischen Befehlen und der eigenen, gewollten Handlungsweise dargestellt. Manche Nebencharaktere waren meiner Meinung nach völlig unnötig. Der Vater hingegen ist als eine Art Antagonist hier natürlich nötig und stellt auch wunderbar die Rolle des absoluten Arschloches dar. Bei ihm hätte ich mir nur zum Ende hin noch etwas mehr Entwicklung gewünscht.

Sound:

Was den Soundtrack angeht, so ist mir hier nicht wirklich viel in Erinnerung geblieben. Ich habe es eher so als Hintergrundrauschen wahrgenommen. Es unterstreicht zumindest die Szenen passend, ist nun allerdings kein Aspekt, den ich hier nun besonders positiv hervorheben würde. Lucy hat als einziger Charakter eine Synchronisation erhalten. Diese war ebenfalls in Ordnung und konnte Lucys Gefühlslage in den jeweiligen Situationen gut vermitteln.

Fazit:

Lucy -The Eternity She Wished For- war gut, aber nicht überragend. Bis auf einen kleinen Twist am Ende war die Handlung doch recht vorhersehbar und so ziemlich alles zeichnete sich schon recht früh ab. Die großen Überraschungen blieben hier aus. Trotzdem war die Geschichte nett gestaltet und Lucy hat mir als Charakter gut gefallen. Sie hat mir sogar so gut gefallen, dass sie die unnötigen Nebencharaktere und die Unfähigkeit des Protagonisten überschattet. Mit 9,99€ finde ich hier den Preis allerdings etwas zu hoch angesetzt. Wenn es aber mal in einem Sale ist, kann man es sich durchaus mal zu Gemüte führen.

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