Fazit der Summer Season 2018


Und wieder eine weitere Season erfolgreich überlebt. Meine Begeisterung zu Beginn der Summer Season hielt sich bereits in Grenzen und wie ich nun feststellen musste: Zu recht. Zwar gab es noch ein, zwei positive Überraschungen, aber auch die negativen Aspekte ließen nicht lange auf sich warten. Somit war der Sommer insgesamt doch eher mit Enttäuschungen gesegnet. Immerhin konnte ich so meine eigene Prophezeiung erfüllen und einen ganzen Haufen Light Novel den Sommer über lesen. Da hat sich der Kindle doch direkt bezahlt gemacht. Aber nun zurück zur Summer Season und dem üblichen kurzen und bündigen Fazit. Passend dazu läuft auch schon seit Anfang der Woche auch wieder die Umfrage zur Season. Was mein Fazit angeht, so ist dieses Mal gar kein „Ausschuss“ vorhanden. Im Gegensatz zu den letzten Seasons habe ich es geschafft bei allen angefangenen Serien mindestens 3 Episoden oder mehr zu schauen.

Asagao to Kase-san – 6/10

Nette kleine OVA zum gleichnamigen Manga. Konnte allerdings nicht den Charme des Manga richtig einfangen. Auch musste die „Serie“ darunter leiden, dass alles in nur eine Episode gequetscht wurde. Dadurch haben die wichtigen Szenen nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich verdient hatten. Schade eigentlich. Somit wirklich nur eine OVA für Fans des Manga.

Chuukan Kanriroku Tonegawa – 3/10

Ich hatte auf Kaiji-Feeling gehofft und stattdessen den übelsten Klamauk bekommen. Charaktere, die man bereits aus Kaiji kannte und dort durchaus ernste Widersacher waren, wurden hier unnötig durch den Kakao gezogen um auf ihren Rücken sehr schlechte Comedy aufzubauen. Diese Serie war eine maßlose Enttäuschung. Nach 3 Episoden habe ich dann den Mist auch nicht mehr ausgehalten.

Grand Blue – 9/10

Wohl die Comedy-Perle der Season. Auf die Spitze getriebene, niveaulose Comedy, welche gerade durch ihre Absurdität überzeugen kann. Hinzu kommt dann ein absolut sympathischer Cast, ein perfekter Opening Song und Running Gags, die auch beim 10. Mal noch nicht langweilig werden. Definitiv eins der Highlights in der Woche und ein Anime, wo ich mal wieder richtig herzhaft lachen konnte.

Happy Sugar Life – 6/10

Die Serie hatte durchaus Potential und war interessant inszeniert. Irgendwie konnte sich mich aber trotzdem nicht bei der Stange halten. Das Setting ist nun auch nicht etwas, was jedem gut gefällt. Letztendlich konnte es mich dann auch nicht richtig überzeugen und so hab ich hier für mich auch vorzeitig den Schlussstrich gezogen.

Harukana Receive – 8/10

Geistig hatte ich die Serie eigentlich als generischen Ecchi-Anime. Wie ich mich da doch täuschen sollte. Harukana Receive war für mich eine der positivsten Überraschungen der Season. Genau so hat für mich ein guter Sport Anime zu sein: Ein sehr sympathischer Cast, Charakterentwicklung, gute und spannende Matches und das alles ohne irgendwie ins Drama abzurutschen. Stattdessen gab es noch eine nette Portion Comedy, gute Animationen und ein sehr schönes Charakterdesign. Ganz ohne Haut kommt die Serie aber auch nicht aus, immerhin ist es Beach Volleyball. Aber Harukana Recieve schafft es auch diese Elemente gut darzustellen, ohne zu einer reinen Fanservice-Serie zu werden. Ebenfalls einer meiner Favoriten in der Season.

Hataraku Saibou – 6/10

Während die Serie links und rechts für ihre gute Darstellung und Erklärungen gelobt wurde, konnte ich damit irgendwie nichts anfangen. Es gab nette Momente und die Platelets waren durchaus putzig, aber ich bin mit der Serie nie richtig warm geworden. Somit schaffte es Hataraku Saibou auch nicht mehr als besserer Durchschnitt für mich zu sein. Auch hier hab ich es dann nicht bis zum Ende geschafft.

Hyakuren no Haou to Seiyaku no Valkyria – 3/10

Ah ja. Der Anime zu schon einer eh schlechten Light Novel. Hier braucht man wohl nicht viel Vorstellungskraft um zu verstehen, dass der Anime noch einmal eine Nummer schlechter ist. Wenn das Quellmaterial schon nichts taugt, wird es durch eine gerushte Adaption nicht besser. Die wenigen, halbwegs wichtigen Punkte der Novel kamen hier teilweise gar nicht richtig herüber und die Hintergründe der Charaktere wurden nicht einmal ansatzweise ordentlich erklärt. Selbst für eine Light Novel Adaption war dies unterste Schublade.

Isekai Maou to Shoukan Shoujo no Dorei Majutsu – 4/10

An sich kann ich hier schon fast das gleiche sagen, wir zum Eintrag hier drüber. Auch hier sticht bereits die Light Novel nicht gerade sehr positiv hervor. Der Anime nimmt sich wenigstens selbst nicht richtig ernst und spielt die Fanservice-Karte aus. Dafür wird dann großflächig auf relevanten Inhalt verzichtet. Wenigstens gab es hier noch ein paar nette Momente.

Island – 3/10

Was zum Henker war das für ein Müll. Gefühlt wurden hier alle Routen einer Visual Novel in einen Topf geworfen, grob umgerührt und dann dem Zuschauer ungewürzt serviert. Reinweg nur Werbung für die Visual Novel von Frontwing, wobei ich nach dem Anime eher 100m Sicherheitsabstand zur Novel einhalten werde. Da kann man wirklich drauf verzichten. Flache Charaktere, schlecht inszenierte Mysteryelemente und eine Handlung, die nur so vor Klischees triefte. Nein Danke.

Iya na Kao sare nagara Opantsu Misete Moraitai – 4/10

Eine 6-Teilige OVA bei denen Frauen ihre Pantsu zeigen und einen dabei angewidert anschauen. Aufgrund unserer URL sah ich mich verpflichtet diese Serie anzusehen. Hat es sich gelohnt? Nein. Reine Zeitverschwendung, obwohl die Episoden nur jeweils wenige Minuten gehen.

Nekopara: Koneko no Hi no Yakusoku – 7/10

Nette kleine OVA zu Nekopara. Lohnt sich aber nur für Fans des Franchise und bietet letztendlich auch nichts außergewöhnliches. War aber ein nettes, kleines Extra aus der Kickstarter Kampagne.

Overlord III – 7/10

Kommen wir nun wohl zur größten Enttäuschung des Sommers. Ich will nun nicht sagen, dass Overlord III per se schlecht war. Aber gut war es definitiv nicht. Schon bereits mit der letzten Staffel machte die Animationsqualität zeitweise doch Abstecher nach unten. Was dies angeht, setzt Overlord III noch einmal einen drauf. Gerade die Schlachten, richtig gute Momente in der Light Novel, wurden hier durch sehr schlechtes CG mehr oder weniger zu einem Witz. Madhouse was habt ihr getan? Ist das der Grund warum ihr sonst nie Fortsetzungen macht? Meine Enttäuschung wuchs mit voranschreiten der Serie, sodass ich hier wirklich schon sagen muss: Das lohnt sich nicht. Man sollte lieber die Light Novel lesen. Mehr Details, mehr Splat, mehr Lupusregina.

Planet With – 8/10

Nach der Enttäuschung nun wieder eine positive Überraschung. Die Serie hatte ich anfänglich gar nicht so richtig auf dem Schirm, bis ich dann gemerkt hatte, dass die Serie aus der Feder von Satoshi Mizukami stammt. Somit hatte ich dann auch gewisse Erwartungen an die Serie und diese wurden maßlos übertroffen. Ein sehr verwirrender Anfang entwickelte sich zu einer hervorragenden Serie. Die Handlung, die Charaktere, selbst die „Mechas“. Hier gibt es eigentlich nichts an dem ich etwas aussetzen kann. Vielleicht hätte der Serie noch eine Episode mehr gut getan, dass war’s aber eigentlich auch schon. Auch so war die Serie einfach super und eine echte Überraschung.

Shichisei no Subaru – 5/10

Shichisei no Subaru bot eigentlich ein interessantes Setting, verlor sich dann aber in ein beklopptes Drama zwischen den Charakteren. Somit schaffte die Serie es dann auch recht schnell mein Interesse an ihr zu verspielen. Schade eigentlich, da der Cast teilweise recht sympathisch war. Leider waren es dann aber gerade Asahi und Haruto, die mir am meisten auf die nerven gegangen sind.

Sunoharasou no Kanrinin-san – 5/10

Ich hatte hier auf entspannenden Slice of Life gehofft, stattdessen aber leider eine recht Ecchi-lastige Serie bekommen. Zwar gibt es ein paar nette Charaktere, den Weichei-Protagonisten konnte ich aber überhaupt nicht ausstehen. Somit wurde hier auch ein vorzeitiges Ende gefunden.


Das war’s dann auch schon wieder mit meinem Season Fazit. Nun bleibt nur noch zu Hoffen, dass die Fall Season besseres zu bieten hat und vor allem auch ein paar Serien, wo es sich wirklich lohnt, diese auch bis zum Ende zu schauen. Ich wäre durchaus auch für mehr Anime von Satoshi Mizukami zu haben. Die Hoffnung auf eine Anime Adaption von Lucifer and the Biscuit Hammer stirbt bekanntlich zuletzt. Ansonsten gibt es in der nun startenden Fall Season durchaus ein paar interessante Titel.

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