Fazit der Winter Season 2018/2019


Während bereits die ersten Quickviews wieder über die Seite rollen, wird noch einmal ein schneller Blick zurück in die Winter Season 2018/2019 gewagt. Die Umfrage zu der Season läuft bereits und wie mittlerweile Gang und Gebe, schüttle ich auch noch eben schnell mein eigenes, kleines Fazit aus der Tasche.

Meiner Meinung nach war die Season nun nicht wirklich stark. Es sind zwar sehr viele neue Serien (und auch Fortsetzungen) angelaufen, wirklich überzeugen konnte mich aber nicht viel. So ist auch die Ausschuss-Liste mit den Titeln, bei denen ich gerade einmal 3 Episoden oder weniger geschafft habe, dieses mal doch recht lang. Darunter finden sich auch einige Titel, die wohl allgemein recht beliebt waren, mit denen ich aber einfach gar nichts anfangen konnte.

Der Ausschuss:

  • 5-Toubun no Hanayome
  • Domestic na Kanojo
  • Dororo
  • Egao no Daika
  • Girly Air Force
  • Kaguya-sama wa Kokurasetai: Tensai-tachi no Renai Zunousen
  • Mahou Shoujo Tokushusen Asuka
  • Yakusoku no Neverland

Und nun zu den Serien, wo ich auch ein bisschen mehr von gesehen habe.

Doukyonin wa Hiza, Tokidoki, Atama no Ue. – 7/10

Ein sehr fluffiger Anime, der sich wohl eher an Katzenliebhaber richtet, aber auch so gut unterhalten kann. Sehr sympathische Charaktere durchsetzen hier den Cast. Zwar gibt es immer so leichte Drama-Anteile, die über manche Szenen schweben, der fluffige Aspekt der Serie wird davon aber nicht zu sehr getrübt. Sowohl für den Protagonisten als auch seiner Katze gibt es hier Charakterentwicklung, weswegen es hier fast keinen Grund zur Beschwerde gibt. Leider sind manche Episoden dann aber doch etwas zu ruhig und grenzen schon fast an Langeweile. Auch mangelte es ein bisschen an der Entwicklung zwischen den Charakteren. Ein bisschen mehr Romance-Anteil hätte dem Titel sicherlich keinen Abbruch getan.

Endro~! – 7/10

Endro war vieles, aber definitiv nicht normal. Eine knuffige Abenteuer-Serie, die schon fast nicht mehr mit sympathischeren Charaktere hätte ausgestattet werden können. Die ganze Gruppe rund um Juulia, allen voran Meiza und ihre Cartados, waren einfach nur super. Immer wieder schaffte es die Serie sich selbst an Absurdität zu übertreffen. Mein persönlicher Höhepunkt war dabei der Besuch im Cartado-Dorf. Die Animationen waren nun nichts außergewöhnliches, aber die Handlung hatte schon von Beginn an eine frische Wendung und das ganze Setting war einfach nett aufgezogen. Eine Serie, die zwar nun nichts wirklich besonderes auf die Beine gestellt hat, aber im Gesamtpaket nicht nur sehr gut unterhalten konnte, sondern irgendwie es auch immer geschafft hat einen zum Lächeln zu bringen. Sei es durch die Charaktere oder die generelle Wohlfühlatmosphäre von Endro.

Kemono Friends 2 – 4/10

Ich weiß nicht, warum ich der Serie überhaupt eine Chance gegeben habe. Der neue Protagonist ist grob gesagt für’n Arsch und die Animationsqualität jenseits von Gut und Böse. Während früher die Animationen durchaus noch ein Charmepunkt der ersten Staffel waren, wurde hier nun versucht eben jenen Charme auf Teufel komm raus zu reproduzieren. Man kann aber durchaus den Unterschied erkennen zwischen einer Gruppe die versucht aus ihren wenigen Ressourcen das Beste herauszuholen und einer Gruppe mit guten Ressourcen, die versucht es schlechter als nötig aussehen zu lassen. Auch die Handlung konnte hier nicht überzeugen und es fehlte irgendwie der unterschwellige Mystery-Aspekt. Mit dieser Fortsetzung wurde wirklich niemanden ein Gefallen getan. Nach 6 Episoden leiden war Schluss für mich.

Kemurikusa – 5/10

Nachdem ihm mehr von Kemono Friends ja verwert wurde, war Tatsuki mit seinem Team nun mit diesem Titel am Start. Hier gab es dann wieder die gute Kombination aus hakeligen Animationen mit sympathischen Charakteren und einer Portion Mystery. Zumindest fast… wäre da nicht Wakaba. Mir ist schon lange nicht mehr ein Protagonist so auf die Nerven gegangen wie er. Auch wenn das Flair der Serie und auch die anderen Charaktere nun nicht schlecht waren, habe ich es hier einfach wegen Wakaba nicht lange durchgehalten. Daher war nach 4 Episoden bei mir nur noch der Abbruch möglich.

Kouya no Kotobuki Hikoutai – 6/10

Eine Serie, die leider sehr stark von CGI dominiert wurde. Während die Luftkämpfe echt eindrucksvoll waren was die Choreographie, den Sound und natürlich die Action angeht, so sahen die CGI-Charaktere einfach nur beknackt aus. Auch diese Pseudo-Handlung rund um die Kämpfe war nun wirklich nicht überzeugend. Kouya no Kotobuki Hikoutai war damit eine sehr unausgeglichene Serie. Während die Action und alles was dazu gehört hier echt gut inszeniert war, war der ganze Rest eigentlich nicht zu gebrauchen. Schade eigentlich. Was ich mir hier eigentlich mal wünschen würde, wäre so etwas wie Girls und Panzer / High School Fleet nur mit Flugzeugen.

Mob Psycho 100 II – 7/10

Die zweite Staffel schloss sehr gut an ihr Prequel an und schaffte es Folge für Folge Mob (und auch Reigen) in der Charakterentwicklung immer weiter voran zu bringen. Zum Ende hin kommt dann noch einmal alles sehr schön zusammen und man sieht, wie weit es Mob doch eigentlich gebracht hat. Was das angeht schon einmal eine recht starke Fortsetzung. Auch die Animationen waren sehr gut und eigentlich kann ich mich hier nicht beschweren. Manche Folgen waren nur irgendwie ein bisschen fad, da es einfach immer dauert, bis man bei Mob Psycho mal zum Punkt kommt. Auch war die Action zwar gut, teilweise aber etwas abrupt vorbei. Es sieht zwar immer echt gut aus, wenn es zur Sache geht, aber gerade davon hätte ich mir doch hier und dort etwas mehr gewünscht. Es muss ja nicht einmal immer Mob sein der austeilt. Auch die anderen Charaktere sind ja durchaus interessant.

Tate no Yuusha no Nariagari – 8/10

In der für mich eher spärlich gesäten Season mein klarer Favorit. Die Light Novel gefällt mir eh schon seit einiger Zeit und somit führte für mich eh kein Weg um den Anime vorbei. Zwar läuft der Titel noch, aber auch nach der Hälfte der Staffel bin ich eigentlich schon recht zufrieden. Die Adaption der Novel ist gut, hier und da allerdings das Pacing etwas zu schnell. Myne ist eine Bitch, aber dies war zu erwarten. Die Animationen sind okay, haben aber leider hier und dort ihre kleinen Macken. Dafür wurde aber mit der Zeit die Action auch immer besser. Vor allem nachdem nicht nur Raphtalia und Filo die Kämpfe übernehmen müssen, sondern auch Naofumi mit seinem Rage Shield mehr aktiv werden kann. Ich bin gespannt was und wie viel sie von der Novel noch umsetzen werden.

Watashi ni Tenshi ga Maiorita! – 7/10

Der Moeshit der Season. Sogar guter Moeshit. Die Charaktere sind alle knuffig, Miyako kann aber teilweise doch schon ein bisschen grenzwertig sein, wenn sie Hana hinterher lüstet. Was Animationen und Handlung angeht, so kommen wir hier nicht einmal annähernd über den Durchschnitt hinaus. Allerdings lebt die Serie komplett von seinem Slice of Life und der brauchbaren Portion Comedy. Auch die Charaktere tragen viel zur guten Atmosphäre der Serie bei. Wataten! brachte einmal in der Woche etwas Ruhe und Entspannung mit netten Momenten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Von daher nach manchen Arbeitstagen genau das richtige.


Das war’s dann auch wieder mit meinem Season-Fazit. Wieder erfolgreich eine Season hinter sich gebracht. Die aktuelle Season sieht bisher ja auch eher durchwachsen aus, denn so einige Quickviews verheißen bisher nichts gutes… Aber mal sehen, was da sonst noch so kommt.

2 Kommentare zu “Fazit der Winter Season 2018/2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.